Spurensuche Teil 2

Spurensuche Teil 2

Wie versprochen, berichte ich euch von den wenigen Erfahrungen die ich mit meiner Spurensuche (Beitrag vom 19.01.) gemacht habe.

Beim Meldeamt habe ich mit den wenigen Angaben die ich erhalten hatte  den Mann ausfindig gemacht und seinen Wohnsitz erfahren.

Zuallererst wollte ich mich erkundigen, ob er überhaupt tatsächlich dort wohnt / sich aufhält. Also bin ich zu der Adresse gefahren und habe eine Weile im Auto verbracht und die Gegend beobachtet mit der Hoffnung, dass etwas passieren würde (er mir z.B. begegnet, ich ihn irgendwo sehe). Bin dann aber nach einer Weile wieder gefahren.

An einem anderen Tag gab es eine kurze Begegnung von ein paar Sekunden, die Situation habe ich dann aber recht schnell verlassen (ihm war nicht bekannt, wer ich bin).

Dann habe ich einen Brief verfasst und ihn einer sicheren Quelle übergeben von der ich weiß, dass der Brief zugestellt wurde (das war ca. im Februar).

Seit dem habe ich kein Wort mehr gehört.

Entschuldigt bitte daher auch die längere Pause, es hat doch eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema für mich bedeutet nachdem nun gar keine Reaktion kam. Das war mir zwar bewusst, dass es diese Möglichkeit gibt, gerechnet habe ich aber nicht damit. Habe auch länger darüber nachgedacht ob ich dieses Ergebnis hier veröffentlichen soll / in welchen Form ich es veröffentlichen soll.

Im Moment darf ich diesen Teil meiner „Selbstfindung“ nicht abschließen, obwohl ich es mir so sehr gewünscht habe. So kann ich diese „Suche“ leider nicht vollständig abschließen (nach meiner derzeitigen Einschätzung). Was ich aber daraus mitnehmen kann ist

1) ich habe versucht, Kontakt herzustellen, bin über meinen Schatten gesprungen und mich getraut, dieses Thema aufzugreifen

2) dass ich umso stolzer auf mich selber sein kann – dieser Mensch hat nicht nur eine Leere in meinem Leben hinterlassen, sondern hält sie weiterhin aufrecht, anstatt sich zu bessern und einen Schritt in die richtige Richtung zu wagen – ich bin auch ohne ihn und seiner Unterstützung zu einem wertvollen Mitglied der Gesellschaft und einer unabhängigen Frau geworden (trotz anderer andauernder widriger Umstände)

3) dass es nicht selbstverständlich ist, Eltern zu haben und dass diese Eltern auch präsent sind / da sind.

Meine Botschaft an Euch:

Seid dankbar und froh für jeden einzelnen Tag und jede einzelne Stunde mit ihnen.

 

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Spurensuche

Spurensuche

Hallo liebe Leser.

Heute möchte ich mit euch meine (sehr privaten) Gedanken teilen.

Ein etwas ungewöhnliches Thema diesmal, eher das Leben betreffend – Spurensuche.

Ich bin auf der Spurensuche nach meinem Erzeuger, also biologischen Vater. Irgendwo ist es auch eine Suche nach mir selbst, zumindest einem Teil davon, der mich immer mehr zum Nachdenken bringt, je älter ich werde.

Woher kommt dieser eine, (noch) unbekannte Teil von mir? Wie sieht er aus? Was denkt er und wie verhält er sich? Wo sind meine Wurzeln? Viele ungeklärte Fragen, die vielleicht demnächst beantwortet werden könnten. Diesem Schritt bin ich nun so nah wie nie zuvor.

Das Meldeamt hat mir eine Anschrift gegeben – der Name, das Geburtsjahr stimmen mit den mir bekannten Angaben überein; der Geburtsort ist in der gleichen Bundeshauptstadt des mir bekannten Herkunftsortes. Doch was ist der nächste, richtige Schritt um zu meinem Ziel zu kommen … gibt es so etwas überhaupt? Einen Brief schreiben, hingehen und ansprechen, Nachbarn fragen … was würdet ihr tun und womit habe ich die größte Chance diesen Menschen zu erreichen? Ich denke nur daran dass z.B. ein Brief ihn nicht zu 100 % erreichen muss … er kann verloren gehen, er kann von einem anderen Empfänger geöffnet werden … und die ausständige Antwort wird automatisch als Ablehnung interpretiert. Das will ich auf jeden Fall verhindern.

Ich habe ein Recht zu wissen wer mein Vater ist und diesen (sei es nur durch ein Treffen/Gespräch) nach bisher 26 Jahren doch zumindest kennenzulernen. Was ist eure Meinung dazu? Und wieso gibt es das Recht in einer Geburtsurkunde den Vater zu verheimlichen, sprich „Vater unbekannt“ anzugeben? Ist das nicht Verleumdung / Vorenthalten des menschlichen, persönlichen Rechtes des Kindes, zu wissen woher es kommt?

Jetzt will ich Gewissheit und die Wahrheit wissen, sei sie nun positiv oder negativ.

Eure Virginie